{"id":7205,"date":"2025-03-22T23:40:00","date_gmt":"2025-03-22T22:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/munterwegs.org\/unterwegs\/?p=7205"},"modified":"2026-01-07T12:17:12","modified_gmt":"2026-01-07T11:17:12","slug":"2025-03-22-schwalmis-risetenstock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/munterwegs.org\/unterwegs\/?p=7205","title":{"rendered":"2025-03-22 Schwalmis, Risetenstock"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Einfach (und) sch\u00f6n, diese Tour vom Fr\u00fchling in den Sommer und wieder zur\u00fcck. Aufstieg von der Steinst\u00f6ssi zur B\u00e4renfallen und \u00fcbers Hinter Jochli auf den, die oder das Schwalmis. Weiter auf den Risetenstock und Abfahrt durchs Hasent\u00e4li* zum Brisenhaus. Weiter hinab und mit kurzem Fussaufstieg zur B\u00e4renfallen und damit zur letzten Abfahrt des Tages. Landschaftlich ausserordentlich abwechslungsreiche Tour, die ganz besondere Anspr\u00fcche an die Schneeverh\u00e4ltnisse stellt, denn der Aufstieg auf die Schwalmis ist unten sehr steil, ebenso wie der Aufstieg zum Risetenstock, und f\u00fcr die Abfahrt w\u00fcnscht man sich tollen Pulverschnee.<br>*) Keine Ahnung, ob es diesen Namen je gegeben hat, aber ich bin schon seit je her fest davon \u00fcberzeugt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz per Zufall realisierte ich, dass die Klewenalp schon dicht gemacht f\u00fcr die Wintersaison, und dass es deshalb nichts wird mit einer gem\u00fctlichen Kurztour auf die Schwalmis und deshalb auch keine Verl\u00e4ngerung gefragt ist. Also mit dem Auto zur Schw\u00e4ndi hoch und zu Fuss auf dem Str\u00e4sschen zur Steinst\u00f6ssi. Vorsicht, am fr\u00fchen Morgen handelt es sich um die reinste Bobbahn &#8212; wirklich! Der anschliessende Aufstieg zur B\u00e4renfallen ist recht steil, und danach w\u00e4hle ich den nordseitigen Aufstieg zur Ch\u00e4len hin\u00fcber. Das Gel\u00e4nde ist dort recht steil und nur bei ausserordentlich g\u00fcnstigen Lawinenverh\u00e4ltnissen begehbar. Unsere Skis durchschneiden einen d\u00fcnnen, harten Firndeckel, der sich in den letzten Tagen gebildet hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der F\u00f6hn spielt mit dem Wetter, und nach einem pr\u00e4chtigen Start, \u00fcberziehen Wolkenfelder den Himmel. Das war&#8217;s dann wohl mit Sonnenschein, denken wir, als wir durchs stillgelegte Skigebiet wandern. Der Aufstieg zum Hinter Jochli ist steil wie immer, l\u00e4sst sich aber gut ausgehen. Kurze Abfahrt zum Durchschlupf beim Wanderweg, der teilweise frei von Schnee ist. Bei diesen Verh\u00e4ltnissen ist der Aufstieg auf die Schwalmis ein Genuss. Nach kurzer Pause ziehen wir durch die langgestreckte Muldenkurve dem Gipfelgrat entgegen. Der F\u00f6hn hat wieder die Oberhand gewonnen und verw\u00f6hnt uns mit Sonne und W\u00e4rme. Erfreulicherweise weht trotzdem nur ein leises L\u00fcftchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu meiner \u00dcberraschung machen sich zwei Kollegen offenbar gerade daran, \u00fcber die Nordseite in die Flanke des Rattenschwanzes abzuseilen. Ein solcher Einstieg hat mich schon lange interessiert, und wir kommen ins Gespr\u00e4ch. Da ihr Seil nicht bis nach unten reicht, sind sie am zusammenpacken. Ich biete ihnen an, die Verankerung f\u00fcr sie zu l\u00f6sen, damit sie am Einzelstrang \u00fcber die volle L\u00e4nge abseilen k\u00f6nnen. Dankend nehmen sie das Angebot an, und w\u00e4hrend sie wieder umr\u00fcsten, besuchen wir den Gipfel und erfreuen uns am Blick in die winterlich verschneiten Urner Alpen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem R\u00fcckweg sind die beiden schon verschwunden, und ich beeile mich, den Befestigungsknoten zu l\u00f6sen. Hoffentlich mussten sie nicht allzu lange warten! Einige Zeit sp\u00e4ter sehe und h\u00f6re ich sie, \u00fcber den Firnspiegel abfahren. Uns steht eine wunderbare Abfahrt \u00fcber den weit geschwungenen Kessel zum Schwalmisgaden bevor, ehe wir \u00fcber den Wanderweg abrutschen k\u00f6nnen und unten erneut die Felle montieren f\u00fcr den Aufstieg zum Risetenstock. Von unten sieht es nach nicht viel aus, aber ein Blick auf die Karte w\u00fcrde einem sagen, dass 300 H\u00f6henmeter und damit rund eine Stunde Aufstieg bevorstehen. Die zieht sich! Das Gel\u00e4nde ist steil, und mit Spitzkehrenvermeidung ist gar nichts zu wollen. Daf\u00fcr ist die Ankunft auf dem Gipfel umso genugtuender. Die ganze Zeit \u00fcber sind wir nicht einer Handvoll an Leuten begegnet, und bei solch pr\u00e4chtigem Wetter erfreut es doppelt, diese ganze Landschaft f\u00fcr sich allein zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Abfahrt rekognosziere ich den Grat hin\u00fcber zum Hasent\u00e4li*, wo zuerst sehr steil zu Fuss abgestiegen werden muss. Dank der perfekt passenden Schneeverh\u00e4ltnisse liegt auch hier der Wanderweg teilweise frei, und man kommt gut zur L\u00fccke. Von weitem sieht die Abfahrtslinie perfekt aus; in der linken Flanke sind sch\u00f6n regelm\u00e4ssig geschwungene Abfahrtsspuren erkennbar, wo vor einigen Tagen offenbar tolle Pulverschneeverh\u00e4ltnisse angetroffen wurden. Tempi passati, leider! Denn es gl\u00e4nzt derselbe Firnspiegel wie \u00fcberall. Die rechte Flanke ist unverfahren, weil die Sonne dort vermutlich den Pulverschnee schon bald gebacken hat. Entsprechend erhoffe ich mir aufgeweichtere Verh\u00e4ltnisse, was sich zwar best\u00e4tigt, aber leider nicht zum erw\u00fcnschten Firngenuss wird, denn die Schneedecke ist immer noch recht tief.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcberwiegend im freien Stil bringen wir die Abfahrt hinter uns. Erst im letzten Hang \u00fcber dem Brisenhaus wird die Unterlage wieder fester, sodass wir zumindest f\u00fcrs Publikum vor der H\u00fctte eine anst\u00e4ndige Darbietung aufs Schneeparkett legen k\u00f6nnen. Anerkennender Applaus bleibt zwar aus, als wir auf die Sonnenterrasse steigen, aber etwas zu trinken haben wir uns wahrlich verdient. Der pr\u00e4chtige Sonnentag findet seinen Abschluss mit einer zweitletzten Abfahrt unter die Scheidegg, kurzem Fussaufstieg zur B\u00e4renfalle und einem letzten Arbeitseinsatz bei der Abfahrt zur Steinst\u00f6ssi hinunter. Immerhin fahrbar, ebenso wie die Bobbahn, auf der das Eis gen\u00fcgend aufgeschmolzen ist f\u00fcr eine m\u00fchelose Abfahrt bis fast zum Parkplatz.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einfach (und) sch\u00f6n, diese Tour vom Fr\u00fchling in den Sommer und wieder zur\u00fcck. Aufstieg von der Steinst\u00f6ssi zur B\u00e4renfallen und \u00fcbers Hinter Jochli auf den, die oder das Schwalmis. Weiter auf den Risetenstock und Abfahrt durchs Hasent\u00e4li* zum Brisenhaus. Weiter hinab und mit kurzem Fussaufstieg zur B\u00e4renfallen und damit zur letzten Abfahrt des Tages. 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