{"id":7668,"date":"2026-07-04T23:40:00","date_gmt":"2026-07-04T21:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/munterwegs.org\/unterwegs\/?p=7668"},"modified":"2026-07-11T11:57:14","modified_gmt":"2026-07-11T09:57:14","slug":"2026-07-04-kroenten-ostkette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/munterwegs.org\/unterwegs\/?p=7668","title":{"rendered":"2026-07-04 Kr\u00f6nten Ostkette"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Lange schon auf meiner heimlichen Wunschliste mit dem Titel &#8220;Geht das wohl?&#8221; und sehr lang auch in der Tat: 28km plus 2800 H\u00f6henmeter im Auf- und 3300 im Abstieg kamen bis zum Schluss zusammen. Vom Arnisee (1368) zum Sunniggrat (2034) und von dort w\u00f6rtlich \u00fcber alle Berge: Grossgand (2311), Ruch\u00e4lplistock (2476), Jakobiger (2505), Leidsee (2271), Chapferplanggstock (2518), Ruchen (2628), M\u00e4ntliser (2875), Steinch\u00e4lenfurggi (2657), Sunnig (2839), Chli Kr\u00f6nten-L\u00fccke (~2750), Chli Kr\u00f6nten (2910), Kr\u00f6nten (3108), Kr\u00f6ntenl\u00fccke (2821). Wenn diese Liste lang daherkommt, dann passt das zum Gesamteindruck, und der blieb auch beim Abstieg erhalten: 15km weiter und \u00fcber 2000Hm tiefer lagen das laaange Gornerental und der weiiite Abstieg nach Gurtnellen hinter mir. Der Aufstieg verl\u00e4uft gr\u00f6sstenteils im technisch anspruchsvollen Gel\u00e4nde mit einigen schwierigen Passagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem ich eine Woche zuvor den Kr\u00f6nten via den Ostgrat des Chli Kr\u00f6nten bestiegen habe, wusste ich, dass ich diesen Teil der Ostkette problemlos allein meistern konnte. Der erste Teil bis zum Leidseepass ist weiss-blau-weiss markiert, und den hatte ich auch schon zweimal begangen. Dazwischen lag unbekanntes Terrain, und so war ich hocherfreut, dass &#8220;3614adrian&#8221; auf Hikr.org vor knapp zwei Jahren einen <a href=\"https:\/\/www.hikr.org\/tour\/post188665.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.hikr.org\/tour\/post188665.html\">Tourenbericht \u00fcber ebendiese Gesamt\u00fcberschreitung<\/a> ver\u00f6ffentlicht hatte. Auf diese Inspiration geht auch die zur\u00fcck, den Gipfel des Kr\u00f6nten \u00fcber seinen richtigen Ostgrat zu besteigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da ich meine Touren sehr gerne mit \u00f6V plane, fuhr ich am Vorabend mit der letzten Fahrt der Seilbahn von Intschi zum Arnisee hoch und stieg zur <a href=\"https:\/\/www.sunniggrathuette.ch\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.sunniggrathuette.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sunniggr\u00e4tlih\u00fctte<\/a> auf, wo ich ausserordentlich freundlich empfangen und trotz fortgeschrittener Stunde noch bewirtet wurde. Erfreulicherweise hatte ich ein ganzes Lager f\u00fcr mich allein, sodass ich am fr\u00fchen Morgen gut ausgeruht losgehen konnte. Die ersten Sonnenstrahlen erreichten mich am Fuss des Ruch\u00e4lplistocks, vor den ersten Kraxelstellen. Schon am Vorabend hatte ein giftig k\u00fchles L\u00fcftchen geweht, und heute war es nicht anders. Bei einer Sommerhitze von 30\u00b0 und mehr in den Niederungen d\u00fcrfte man sich eigentlich nicht \u00fcber eine Abk\u00fchlung beklagen, aber darin lag auch der Grund, dass ich mich nicht auf besonders k\u00fchle Verh\u00e4ltnisse eingestellt hatte. Ausserdem hatte ich beim Packen die &#8220;go light, go right&#8221;-Strategie verfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Gipfel des Ruch\u00e4lplistocks hatte ich bisher immer ausgelassen, heute aber wollte ich mir die Zeit nehmen. Dank der Ketten geht das viel einfacher, als es von weitem den Eindruck macht. Vom Gipfel aus \u00fcberblickt man zum ersten Mal den gesamten Gratverlauf, wobei der Kr\u00f6nten weit hinten neben dem M\u00e4ntliser hervorguckt. Ein Spaziergang wird das nicht, soviel ist klar! Vorerst geht es aber immer noch auf gut ausgetretener Spur zum und auf den Jakobiger und wieder hinunter zum Leidseepass. Dort steige ich zum See ab, um meine Wasserreserven aufzuf\u00fcllen, und gleichzeitig mein Zmorge zuzubereiten. Wieder oben raste ich kurz in der Sonne und st\u00e4rke mich. Die M\u00fceslikalorien werde ich heute n\u00f6tig haben!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Chapferplanggstock gehe ich wohlweislich von S\u00fcden her an, mag der kompakte Fels in der Ostflanke noch so verlockend aussehen. Ich verlasse den Weg Richtung Leutschachh\u00fctte bei der breiten Rinne und kraxle zuerst \u00fcber plattigen Fels und sp\u00e4ter \u00fcber zunehmend steiler werdende Grasplanggen zum Gipfel. Alles im gr\u00fcnen Bereich, sozusagen. Zum Ruchen hin\u00fcber hat es einige Spuren und Steinm\u00e4nner, und der  h\u00fcbsche Weiterweg \u00fcber den Grat ist noch mit einigen Kletterstellen gew\u00fcrzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber dem Verbindungsgrat aber schwingt sich der M\u00e4ntliser 300m auf, und seine Flanke sieht wenig \u00fcbersichtlich, daf\u00fcr in der Mitte nach viel Bruch aus. Dort verl\u00e4uft offenbar eine Nord\/S\u00fcd-ausgerichtete St\u00f6rzone, und \u00fcber ihrem Grateinschnitt deutet heller Fels auf einen k\u00fcrzlichen Felssturz hin. Je n\u00e4her ich dorthin gelange, desto instabiler wird das Terrain. Autogrosse Brocken, von einer Staubschicht \u00fcberzogen, liegen herum. Gl\u00fccklicherweise ist die L\u00fccke selber soweit stabil, auf beiden Seiten ziehen jedoch w\u00fcste R\u00fcfenen hinunter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der L\u00fccke wechselt man in die Nordflanke und folgt einer wenig ausgepr\u00e4gten Gratkante &#8212; bei welcher es sich eigentlich um die Abbruchkante des Felssturzes handelt. Dahinter ist der Untergrund jedoch keinen Deut fester. Stellenweise bewegt sich das ganze Ger\u00f6llkissen, auf dem man steht, talw\u00e4rts und zwar mit zunehmender Geschwindigkeit. Die Gratkante verdankt ihre Existenz der Tatsache, dass sie sich offensichtlich weniger schnell bewegt als der Rest hier oben, und so kralle ich mich an den Fels, so gut es geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ganze Flanke ist sehr unangenehm zu begehen, dar\u00fcber aber erreicht man  wieder im festen, stark verflechteten Erstfelder Gneis und erreicht ohne weitere Schwierigkeiten den S\u00fcdostgipfel des Gw\u00e4chten. Von dort aus erblickt man die zweite H\u00e4lfte des Aufstiegs \u00fcber den Sunnig und auf den Kr\u00f6nten. Zum nahen M\u00e4ntliser ist eine tiefe Einsattelung zu \u00fcberwinden, die sowohl im Ab- als auch im Aufstieg auf den ersten Blick gf\u00fcrchig aussieht. Auf den zweiten Blick ist der Abstieg jedoch harmlos, und der Aufstieg entpuppt sich als wahre Plaisirkletterei in griffigem Fels.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fette rote Punkte weisen den Weg vom M\u00e4ntliser hinunter zum Steinch\u00e4lenfurggi. Es macht den Anschein, als k\u00f6nne man fast nicht falschgehen, aber der erste, offensichtliche Haken liegt im Wort &#8220;fast&#8221;, und der der zweite, weniger offensichtliche, in der Tatsache, dass die Wegfindung offenbar gen\u00fcgend kompliziert ist, um eine recht dichte Abfolge von Markierungen zu rechtfertigen. Prompt vertue ich mich und lande auf rund 2700 in der s\u00fcdseitigen Blumenwiese, von der kein Ausweg nach unten auszumachen ist. Stattdessen sollte man praktisch gar nicht auf die S\u00fcdseite wechseln, sondern dort dem Gratverlauf folgen. Markierungen hat es auch einige, wie ich nach einer viertelst\u00fcndigen Such- und Versuchaktion erkenne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gesamte nordseitige Teil des Abstiegs bis zum Steinch\u00e4lenfurggi ist mit dessen Zweitnamen Ruchpass treffend charakterisiert. Der Begriff passt auch zum n\u00e4chsten Abstieg zur Chli Kr\u00f6nten-L\u00fccke. Zun\u00e4chst kommt aber der einfache Aufstieg auf den Ruchen und die anschliessende \u00dcberschreitung, bis man praktisch \u00fcber der L\u00fccke steht. Getrennt jedoch durch ein Felszahn, der senkrecht dorthin abbricht. Ich entschliesse mich, einem schwach ausgepr\u00e4gten Band hinunter zu folgen, das die NW-Flanke durchzieht. Tats\u00e4chlich leitet es Meter f\u00fcr Meter n\u00e4her zum Schneefeld an deren Fuss, und alle vermeintlich schwierigen Passagen lassen sich einfach und sicher l\u00f6sen. So w\u00e4hne ich mich schon fast unten, als auf den allerletzten Metern eine kompromisslose Kletterstelle im nackten, abgespaltenen Granit wartet. Diese Passage ist definitiv nicht mehr SUVA-konform.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch im Nachhinein betrachtet, bin ich nicht schl\u00fcssig, wo der beste Abstieg verl\u00e4uft. Bis auf die letzte Boulderstelle war meine Variante einfach und sicher. Alternativ hatte ich mir \u00fcberlegt, direkt vor dem Felszahn durch eine schlecht einsehbare und zunehmend steilere breite Rinne zu einer Schneezunge abzusteigen. Allerdings wartet unten ebenfalls ein glatter Felsg\u00fcrtel, wo fr\u00fcher einmal ein Firnfeld war. Leider geben auch meine alten Photos keinen weiteren Aufschluss. Sicher aber w\u00e4re es einfacher von unten her aufzusteigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotzdem erreiche ich wohlbehalten den Beginn des Ostgrats vom Chli Kr\u00f6nten. Technisch kommt nichts Schwierigeres mehr auf mich zu, und so kann ich die Kletterei in bestem Fels geniessen. Bald ist das Schneefeld unter dem Kr\u00f6ntengipfel erreicht, und ich kann meine Wasservorr\u00e4te wieder auff\u00fcllen. Anstatt nun zum Westgrat hin\u00fcber zu queren, steige ich durch die Flanke zum Ostgrat hoch, sobald es geht. Das Terrain ist weniger br\u00fcchig, als erwartet, und auf der Gratkante ziemlich fest. Das gilt genau bis zum Gesteinswechsel auf ungef\u00e4hr 3000m. Dar\u00fcber sieht es aus wie in der Geschirrabteilung der IKEA nach einem Erdbeben. Aus einem Scherbenhaufen ragen noch die Gerippe von nur halbversehrten Tellerstapeln, die jedoch auch keinen stabilen Eindruck machen. Dunkle Schluchten f\u00fchren zwischen diesen T\u00fcrmen durch, und es ist nicht klar, welcher Weg der richtige ist. Durch den Splitterschutt watend, arbeite ich mich tendenziell nach rechts und oben hoch, werde es jedoch unter allen Umst\u00e4nden vermeiden, zu weit in die Nordflanke hinaus zu queren. Die Szenerie dort h\u00e4tte Antonio Gaudi Inspiration f\u00fcr seine Sagrade Familia sein k\u00f6nnen. Gestufte T\u00fcrmchen und Spitzchen im Zuckerb\u00e4ckerstil stehen dort frei herum und gaukeln einen einfachen Aufstieg vor. Mit \u00e4usserster Vorsicht erklimme ich tats\u00e4chlich einige der weniger filigranen davon, um endlich auf dem Gipfelplateau auszusteigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leider aber ist es nicht der Haupt-, sondern der 30m \u00f6stlich liegende Nebengipfel. Zwischen den beiden verl\u00e4uft eine tiefe Schlucht, die senkrecht in die Nordflanke abst\u00fcrzt. Um einem ebensolchen Schicksal zu entgehen, sollte man sich f\u00fcrs Abklettern einen guten Plan zurechtlegen. Es ist weniger schwierig, als es zuerst gf\u00fcrchig ausgehen hat. Wirklich einfach ist es jedoch nicht, und Fehler darf man sich keinen erlauben. Danach ist der Weg jedoch frei f\u00fcr den Hauptgipfel, auf den ich mich auch einmal durch den K\u00f6rperriss hindurch zw\u00e4ngen will. Nach \u00fcber acht Stunden kann ich endlich die Rundumsicht auf dem Kr\u00f6nten geniessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oder k\u00f6nnte. Denn vor mir liegt noch ein langer Abstieg, und deshalb halte ich mich nicht lange auf dem Gipfel auf. Auf der Nordseite geht es sehr einfach vom Gipfelkopf runter, aber danach werweisse ich wie schon zuvor, was wohl der beste Abstieg durch die Schuttrinne hinunter ist. Obwohl ich die Situation zuvor schon von unten betrachtet hatte, f\u00e4llt mir nichts Besseres ein, als im Gebr\u00f6sel unter einem Klemmblock durch zu tunneln. Rechts davon w\u00e4re ein wenig steiles W\u00e4ndchen zu bezwingen, das von unten recht einfach aussieht, von oben jedoch schlecht einsehbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber den Westgrat hinunter &#8220;cruise&#8221; ich richtiggehend dem kurvigen Weglein im Schutt entlang. Extraleichte Packung ist halt wirklich toll. Weniger toll sieht der Abstieg von der Kr\u00f6ntenl\u00fccke nach S\u00fcden aus. Zwar hat es noch teilweise Schnee, doch ist dieser schon sehr weich, und die Steilheit l\u00e4dt nicht zu Rutschversuchen ein. Deshalb taste ich mich \u00fcber die Felsen hinunter, was wirklich sehr unangenehm ist. Diese Passage ist technisch weniger anspruchsvoll als der Abstieg vom Sunnig, aber nicht viel weniger heikel. Auch das Schneefeld darunter l\u00e4sst sich nicht einfach hinuntersurfen, denn es ist recht steil, und zudem ist der Schnee gut verfirnt und nur oberfl\u00e4chlich weich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es braucht noch etwas Konzentration, bis ich es endlich sausen lassen kann. Dann aber gleite ich \u00fcber den Sassfirn hinunter und lege an dessen Ende eine Rast ein. Der gegen\u00fcberliegende Saaspass sieht richtig ungem\u00fctlich aus: Wegspuren lassen sich keine erkennen, und es hat zuoberst noch recht viel Schnee. Deshalb lasse ich meinen Plan fallen, via Kaffeehalt bei der Leutschachh\u00fctte zum Arnisee zur\u00fcckzukehren. Gem\u00e4ss nachtr\u00e4glicher Auskunft von der H\u00fctte wurde der Pass \u00fcbrigens in den letzten Wochen schon \u00fcberschritten. Stabileres Schuhwerk als meine Trailschuhe w\u00fcrde ich aber dringendst anraten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stattdessen also am Sassselli vorbei und durchs Gornerental raustraben. Der Pfad ist erfreulich gut ersichtlich, und dank leichter Ausr\u00fcstung lassen sich auch die verbleibenden 12 km mehrheitlich im Laufschritt zur\u00fccklegen. Ansonsten w\u00e4re es unertr\u00e4glich langer Hatsch. Ich bin immer wieder \u00fcberrascht, wie verlassen die Seitent\u00e4ler in den Urner Alpen sind. Mitten in der Zentralschweiz, zwischen Engelberg\/Titlis und Gotthardautobahn liegen hier wunderbar einsame Gegenden, die zu entdecken sich lohnt. Im Abstieg ist mein Ziel, mich in einem Restaurant in Gurtnellen Dorf zu erfrischen, und die 200Hm bis zur Gotthardreuss zu vermeiden. Da meine Internetsuche f\u00e4lschlicherweise nur das Speiserestaurant <a href=\"https:\/\/www.feld.ch\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.feld.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Im Feld<\/a> ergibt, wo ich mit meiner abgezehrten Kluft nicht zu den 15 Gault&amp;Millau-Punkten  passe, nicht aber das <a href=\"https:\/\/www.gasthaus-bergheim.ch\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.gasthaus-bergheim.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gasthaus Bergheim<\/a>, wo es bestimmt ein k\u00fchles Getr\u00e4nk gegeben h\u00e4tte, werden es dann halt doch insgesamt 3300Hm Abstieg. Den Bus verpasse ich um exakt drei Minuten, was mir genau 57 Minuten Zeit gibt f\u00fcr Autostopp. Dieser verl\u00e4uft ausserordentlich erfolgreich, und ich kann mit verschiedenen interessanten Menschen bis nach Horw mitfahren. F\u00fcr den Rest schaukeln mich LSE und SBB nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dieser \u00dcberschreitung ist ein mir ein lange gehegter Traum in Erf\u00fcllung gegangen. M\u00f6glich war das nur, weil \u00fcberhaupt keine Gewitter drohten. Immerhin w\u00e4re es an an verschiedenen Stellen m\u00f6glich gewesen, die Tour abzubrechen. So aber war es ein grossartiges Abenteuer an einem perfekten Tag. Der m\u00fchsamste Teil folgt dann am n\u00e4chsten Tag mit der Erholung, die sich wie ein unspezifischer Krankheitszustand \u00e4ussert. W\u00e4hrend der Tour war ich voll fokussiert und zielgerichtet, nun h\u00e4nge ich halblebendig herum und versuche, den Magen mit uns\u00fcssen Lebensmittel wieder in Betrieb zu nehmen. Die Nachwehen lassen allerdings erstaunlich schnell nach, und schon am \u00fcbern\u00e4chsten Tag kann ich an einer leichten Joggingtour teilnehmen. Hyperlight forever!<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">PS: Die Photos sind mit einer Insta360 Go3s aufgenommen. Das Ger\u00e4tchen ist klein und praktisch, die zugeh\u00f6rige Software jedoch unterirdisch, was den Export der Dateien betrifft. Die Bilder werden mit dem Zeitpunkt des Exports versehen, und jegliche EXIF-Information wurde gel\u00f6scht. Eine klare NICHT-Empfehlung, falls sich jemand f\u00fcr das Ger\u00e4t interessiert!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange schon auf meiner heimlichen Wunschliste mit dem Titel &#8220;Geht das wohl?&#8221; und sehr lang auch in der Tat: 28km plus 2800 H\u00f6henmeter im Auf- und 3300 im Abstieg kamen bis zum Schluss zusammen. 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