Was bleibt? Was macht der GR-20 mit einem? Und weshalb ist laufen gut? — Grosse Fragen, kurze Antworten! Neben vielen einzelnen Eindrücken ist mir ein Gefühl von Erfüllung geblieben, verbunden mit der Lust auf mehr. Ich habe einige Erfahrungen gemacht mit meinem Material, die mir in Zukunft nützlich sein werden. Frei nach Werner “Wumm” Munter ist Erfahrung die Summe aller überlebten und verarbeiteten Dummheiten. Ich wünsche mir noch viel mehr Gelegenheit dazu!
Der Mensch ist bewegungsphysiologisch ein Lauftier; das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass die Muskelkette von Gesäss bis zu den Füssen das grösste Volumen ausmachen. Beim beschleunigten Unterwegssein “per pedes” pendelt der Verstand zwischen Fokus auf das unmittelbar naheliegende und der umfassenden Umwelt. Die Augen nehmen laufend (!) Information über den Untergrund auf, welche verarbeitet werden muss. Die Übermittlung an den Bewegungsapparat geschieht quasi per Standleitung und ist mit einer Rückkoppelung versehen, welche bspw. beim Stolpern aktiviert wird.
Obschon es sich insgesamt um eine sehr anspruchsvolle Aufgabe handelt, ist unser Hirn damit überhaupt nicht überfordert, selbst nach stundenlanger Daueranstrengung. In diesem Zustand ist der Geist teils voll fokussiert und teils völlig frei. Welche ein Unterschied zum alltäglichen Leben, wo wir hundert Sachen im Kopf haben, von denen wir drei gleichzeitig erledigen sollten!
Und ja: GR-20 essen Sohle auf. — Der Schuh war kein halbes Jahr alt! In der Zwischenzeit habe ich ihn mit meinen DIY-Spikes zum Winterschuh umgerüstet.
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